Bettina Mikhail


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Mein Blog

Schreiben kann nur, wer zuvor gelesen hat.

Felix Philipp Ingold


Dieser Blog berichtet redaktionell und persönlich ohne Werbeabsicht.



 

23. April 2018

UNESCO-Welttag des Buches

Heute ist Welttag des Buches. In Deutschland finden in vielen Verlagen, Buchhandlungen und Schulen Lesungen statt. Das ist auch gut so - denn Lesen kommt aus der Mode. Im Jahr 2017 haben nur 32 Prozent der Deutschen Bücher gelesen. 21 Millionen erwerbsfähige Menschen in Deutschland haben größere Schwierigkeiten mit dem Lesen. Für sie gibt es ein wachsendes Angebot an Büchern in Einfacher und Leichter Sprache. Zum Beispiel mein Buch "Rosa Parks: Eine Frau mit Mut" oder Bücher aus dem Spaß am Lesen Verlag.


"So zu schreiben, dass Leser verstehen, ist die hohe Kunst der Autoren."

Aus: "Einfache Sprache. Verständliche Texte schreiben", Andreas Baumert

 






13. Januar 2018

Piaf Royal

Kann die das? Edith Piaf?! Caroline du Bled kann das. Und wie sie das kann. Caroline du Bled IST Piaf. Und Sirid Heuts spielt das Akkordeon, als würde ihr die Piaf über die Schulter schauen. Das KULT, Braunschweigs kleinstes Theater, ist heute Abend ausverkauft, und die Unglücklichen, die nicht mehr hereingelassen wurden, werden bedauern, nicht rechtzeitig Karten reserviert zu haben. Sie verpassen einen fulminanten Auftritt des deutsch-französischen Duos "Piaf Royal". Das KULT wird zum kleinen Pariser Café am Montmartre, du Bled und die Klänge des Akkordeons tragen das Publikum zu den Stufen der Sacré Coeur. In der Wohnzimmeratmosphäre des kleinen Theaters erzählt du Bled auf Deutsch die Geschichten hinter den Liedern, sie erzählt von Liebe, Leidenschaft und Tragik und macht Lust auf mehr. Das deutsch-französische Duo soll wiederkommen, da ist sich das Publikum einig.

2015 wäre Edith Piaf 100 Jahre alt geworden. Piaf Royal ist eine gelungene Würdigung ihres musikalischen Werkes.

Hören Sie doch mal rein!

 

 

 

 






 



11. November 2017

Die Stimme Portugals

Wer gerne mal wieder mit dem Nachtzug nach Lissabon wollte, kam gestern Abend im Roten Saal im Braunschweiger Schloss auf seine Kosten. Telmo Pires, internationaler Fado-Sänger und damit einer der wenigen Männer in dieser Tradition, begeisterte mit seinen drei Musikern die Portugal-Liebhaber im ausverkauften Saal. Wenn Telmo Pires singt, verschmelzen die Klänge der Gitarren und des Bass mit der portugiesischen Sprache. Als die Musiker zu einem Solo anstimmten, war es, als ob die Instrumente auf einmal Portugiesisch sprachen. Melancholie, Wehmut, Saudade - der Kummer darüber, etwas Geliebtes verloren zu haben, das Lebensgefühl der Lissaboner. Fado, der musikalische Ausdruck dieses Gefühls.

"Und nicht nur in der Zeit sind wir ausgebreitet. Auch im Raum erstrecken wir uns weit über das hinaus, was sichtbar ist. Wir lassen etwas von uns zurück, wenn wir einen Ort verlassen, wir bleiben dort, obgleich wir wegfahren. Und es gibt Dinge an uns, die wir nur dadurch wiederfinden können, dass wir dorthin zurückkehren."

Aus: "Nachtzug nach Lissabon", Pascal Mercier

 

 

 

 








31. Oktober 2017

Was können Schriftsteller bewirken?

Auf dem "Blauen Sofa" der Frankfurter Buchmesse 2017 sprach Rafik Schami darüber, was Schriftsteller gegen Kriege wie den in Syrien bewirken können. "Unsere Aufgabe besteht darin, gegen das Unrecht laut zu sprechen", sagte Schami. Als Schriftsteller dürfe man aber nicht die Illusion haben, dass man aktuell viel verändern könne. Aufklären, Solidarität üben - die Wirkung von Schriftstellern sei langfristig.

Doch Schami schreibt nicht nur, er handelt auch. Auf Initiative von Rafik Schami und des Tübinger Verlegers Hans Schiler wurde 2012 der Verein Schams e.V. gegründet. Schams e.V. fördert geflüchtete syrische Kinder und Jugendliche in den Aufnahmeländern um Syrien herum - in der Türkei, in Jordanien und im Libanon.

Für das Kochbuch "Suppen für Syrien" hat Rafik Schami das Vorwort geschrieben und ist aktuell auf Benefiztournee in Deutschland unterwegs. Hundert Prozent der Erlöse für das Buch gehen an Schams e.V.

"Gastfreundschaft ist ein zentraler Bestandteil der arabischen Kultur (...) Die Geschichte zeigt, dass Diktaturen nicht nur Menschen und Ressourcen vernichten, sondern auch jahrtausendealte großartige Sitten und Gebräuche, darunter auch die Gastfreundschaft."

Aus: "Suppen für Syrien", Barbara Abdeni Massaad





9. Oktober 2017

Ach, Paris...

Am 10. Oktober eröffnen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron die Frankfurter Buchmesse, auf der Frankreich vom 11. bis 15. Oktober Ehrengast sein wird.

Die Buchhandlung Graff in Braunschweig hat heute Abend einen Hauch Savoir Vivre durch die Stadt wehen lassen: Stefanie von Wietersheim hat ihr neues Buch "Grand Paris" vorgestellt und dabei einen bezaubernden Einblick in die französische Lebensart gegeben. Die Autorin hat ein Sehnsuchtsbuch über Paris geschrieben: "In Zeiten von Terror, Angst und dramatischen Krisen in Europa hat es uns nie verlassen, dieses Gefühl, das schon der Name bei allen Menschen auslöst, die jemals an einem Sommerabend vom Louvre über die kleine "Pont des Arts" spaziert sind und denen sich die Stadt in ihrer zeitlosen Herrlichkeit hingegeben hat." Wie recht sie hat...

Mit "Grand Paris" gelingt ein leichtfüßiger Spaziergang durch die Stadt. Das Buch erzählt über Paris aus der Perspektive der deutschen Journalistin und Buchautorin Stefanie von Wietersheim, die sich den Traum vom Pariser Leben erfüllt hat.

"Pariser zu sein ist weniger ein Herkunftsmerkmal, als eine Geisteshaltung, ein état d'esprit."

Aus: Grand Paris, Stefanie von Wietersheim

Foto: privat/Bettina Mikhail

 

 

 

 





 



30. September 2017

Internationaler Übersetzertag

Zum internationalen Übersetzertag ein Schmankerl von Rafik Schami:

"Übersetzen ist eine kaum anerkannte große Kunst. Sie verlangt die Geduld eines Kamels, das Geschick eines Fuchses, die Vorsicht eines Raben, den Mut eines Ebers und die Leichtigkeit eines Schmetterlings.

Wörter sind Lebewesen mit Ahnen, Verwandten, Gesicht, Körper, Musik, Geschmack, Geschichte und Wurzeln."

Foto: privat/Bettina Mikhail

Aus: Mit fremden Augen, Rafik Schami